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GamerLobby > Tests > Rollenspiel > Sacred 2: Fallen Angel
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Rollenspiel |
22.11.2008 | von: Florian
Wenn man ein Online-Rollenspiel bewertet kommt zwangsläufig immer - wirklich immer – der Vergleich mit dem Genre-Primus World of Warcraft auf. Doch schon vor dem Boom der MMOs hat Blizzard ein ganzes Genre mit dem Action-Rollenspiel Diablo und der Fortsetzung Diablo 2 neu definiert. Knackige Boss-Kämpfe, eine Item-Flut ohne Grenzen und einen hohen Wiederspielwert durch verschiedene Klassen. Seit dem muss sich jedes Action-Rollenspiel mit Diablo messen, Herausforderer gab es es genug (Titans Quest, Hellgate), geschafft hat aber keiner den Sieg, die Diablo-Reihe ist immer noch die unangefochtene Nummer eins.
Deutsche Spiele, so könnte man jedenfalls denken, sind gleichzusetzen mit ultrahochkomplexen Strategie-Spielen, die sich im Ausland schlecht verkaufen und nur von wahren Nerds verstanden werden. Doch mit Sacred hat es Ascaron, die vorher die Anstoß-Reihe produzierten, gewagt einen Herausforderer aus deutschen Landen zu stellen. Zwar wurde das Spiel, in welchem es um die Befreiung eines Dämons ging, von einigen Bugs heimgesucht, am Ende kam aber eine solides Rollenspiel dabei heraus. Und genau das soll Sacred 2: Fallen Angel nicht mehr sein. Nicht mehr nur "solide", sondern "Weltklasse" sollte Sacred 2 werden. Auch schwand die PC-Exklusivität, mit Hilfe von Microsofts Xbox 360 sollten neue Käufer gefunden werden.
Sacred 2 ist im engeren Sinn keine Fortsetzung von Sacred 1, da es die Geschichte weit vor dem ersten Teil erzählt. Wer sich nicht mit dem Vorgänger auseinandergesetzte hat, muss diesen Fehler nicht unbedingt aus der Welt schaffen, inhaltlich haben die beiden Spiele soviel mit einander zu tun wie Silvester Stallone mit Ben Stiller. Die wachsende Macht der Dunkelelfen sorgt für Probleme im Land und auch die mysteriöse T-Energie bringt Sorgenfalten auf die Gesichter der Bewohner von Ancaria. Der Kontinent ist dabei immer noch derselbe, auf Ancarnia tummeln sich auch immer noch massig Zwerge, Kobolde, Elfen, Dunkelelfen, Räuber, Banditen, Diebe, Mörder, Deserteure und sechs Helden. Allerdings hat es nur ein Held aus Sacred 1 in Teil zwei geschafft. Die Seraphin mit ihren göttlichen Talenten sieht immer noch so gut aus wie im ursprünglichen Sacred. Sie erfüllt auch weiterhin die Rolle eines Allrounders. Alle anderen Helden wurden in den Ruhestand geschickt und durch komplett neue ersetzt. Mit der Dryade gibt es auch wieder für die Fraktion der Fernkämpfer eine gute Wahl. Pfeil und Bogen sind für die holde Hochelfin aber nichts, viel lieber bruzelt sie ihre Gegner per Feuerball oder mit Hilfe ihrer anderen magischen Talente.
Der Tempelwächter ist sprichwörtlich "arm dran", denn er kann sein linkes Gliedmaß als Laserkanone einsetzten, während er mit rechts das Schwert schwingt. Um seine letzte Ruhe wurde der Schattenkrieger gebracht, als er wiederbelebt wurde und seitdem als lebender Toter umher streift. Er ist der Barbar unter den Klassen und teilt demzufolge mächtig aus. Ob in seinen Adern das pure Böse pulsiert, kann oder will der Inquistor, die sechste Klasse, nicht beantworten. Er will dem Klerus der Hochelfen volle Macht über die T-Energie geben und scheut keine Mittel um sein Ziel zu erreichen. Alle Helden zeigen sich dabei im Nahkampf immer extrem schlagfertig – kommt man also mal als Bogenschütze einer Horde Goblins zu nahe, kann man immer noch das Schwert ziehen.
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