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Tests
GamerLobby > Tests > Action > American McGee's Alice
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Action |
05.08.2007 | von:
Die Grafik und der Levelaufbau
Schon das Dorf der Verdammten war ein Verhau aus kleinen Behausungen die über Holzplanken miteinander verbunden waren. Im weiteren Verlauf des Spiels setzt sich dieses Designprinzip fort, es gibt praktisch keine rechteckigen Räume oder gradlinige Pfade. Das ganze Level-Design ist verwinkelt und verschachtelt dass einem schwindelig wird. Gebäude oder Gegenstände schweben häufig frei in der Luft und schwanken hin und her. Auch innerhalb von Räumen bewegen sich Möbelstücke oder Fußböden physikalisch völlig unkorrekt auf ihren Plätzen. Labyrinthe verwirren den Spieler durch aberwitzige Pfade. Sich zyklisch bewegende, schachbrettartige Fußböden erfordern eine gute Beobachtungs- und Kombinationsgabe um durch gezielte Sprungeinlagen ein entferntes Ziel zu erreichen. Das ganze Design, sowohl der Farbwahl, der Geometrie und der Repräsentation der Aufgabenstellungen ist höchst psychedelisch entworfen worden. Es kringelt und krangelt, wabert und schlabbert an allen Ecken und Enden. Unmögliche Maschinen - von denen man nicht weiß was sie eigentlich für einen Nutzen haben - werkeln stur vor sich hin und diverse Geheimverschläge warten darauf entdeckt zu werden. Das Feuerwerk an Kreativität welches hier in jedem neuen Level neu entzündet wird, reicht um eine ganze Armada von Spielen mit Ideen zu versorgen. Man muss eventuell Einschränkungen bei der Grafikqualität in Kauf nehmen, da das Spiel im Jahr 2000 veröffentlicht wurde und für verwöhnte Augen etwas grob texturiert erscheinen könnte. Nichtsdestotrotz ist die Grafik über jeden Zweifel erhaben. Im Jahr 2000 war das eine aussergewöhnliche Grafikpracht und der Leistungsfähigkeit der damaligen Maschinen angepaßt. Die völlig abgedrehte Gestaltung der Levels und die teilweise völlig bescheuerten (das meine ich positiv) Aufgaben die es zu lösen gilt entschädigen auch den härtesten Polygon-Fetischisten. Monsterarium An Gegnern mangelt es nicht im Traumland aller Psychopathen. Die schon erwähnten Soldaten der Herzkönigin, welche allesamt Mensch gewordene Spielkarten sind, sind nur ein Teil der Brut mit der man es zu tun bekommt. Recht häufig tauchen fliegende Windmonster auf, so eine Art Totenkopf mit wehender Robbe, und versuchen einen in den Abgrund zu blasen. Bei Kontakt schlagen die auch mal ganz ordentlich zu. Wenn man den dämonischen Würfel anwendet, ohne dass sich ein Gegner in der Nähe befindet, wird man von einem flatternden Dämon mit Blitzen attackiert. Einen Abschnitt des Spiels legt Alice stark verkleinert zurück und daher hat sie mit den Widrigkeiten sehr kleiner Lebewesen zu kämpfen, wie riesenhaften Insekten oder arg boshaften Pflanzen. Derart verkleinert, führen Begegnungen z.B. mit großen Fischen zum sofortigen Ableben.
Unterhaltungswert American McGee's Alice besteht hauptsächlich aus zwei Komponenten, schießen und hüpfen bzw. klettern. Man kommt innerhalb des Spiels nur weiter, wenn man die durchweg logischen Puzzle lösen kann. Dabei ist es nicht immer ganz offensichtlich wie sich ein Problem lösen lässt. Es gibt außer den Hinweisen der Grinsekatze kaum (sehr subtil) bis gar keine Anhaltspunkte welchen Weg man einschlagen sollte oder was zu tun ist um eine Tür zu öffnen. Insgesamt sind die Puzzle aber mit einigem Herumprobieren zu meistern und von der Konzeption her immer wieder anders. Problematisch ist der deftige Schwierigkeitsgrad des Spiels. Zwar kann man am Anfang auswählen wie schwer man es sich machen möchte, doch schon die mittlere Auswahl hat es in sich.
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