Einführung
Wer kennt sie nicht die Zeichentrickverfilmung von Disney: Alice im Wunderland. Ein Kinderfilm, doch können sich meist auch Erwachsene nicht den zauberhaften Charm der liebevoll animierten Figuren entziehen. Die knuffigen und häufig etwas einfältigen Hauptcharaktere des Films und die ungewöhnliche Geschichte die erzählt wird, tun ein Übriges dazu. Die Grundlage des Films und natürlich die von American McGee's Alice hat der britische Mathematiker und Schriftsteller Charles Lutwidge Dodgson am 4. Juli 1865 geschaffen, indem er das Buch mit dem Originaltitel "Alice's Adventures in Wonderland" veröffentlichte.
Was wäre aber wenn jemand an solch dämonischen Spielen wie Doom oder Quake mitgearbeitet hätte, wahrscheinlich kriegt man keine andere Arbeit wenn man American McGee heißt, und das Ganze als Computerspiel in Alice im Albtraumland verwandeln würde? Nun, dann wäre es erstens garantiert nicht knuffig und zweitens nicht von Disney.
American McGee's Alice ist das Ergebnis dieser sonderbaren Verwandlung.
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Punk Grinsekatze |
Alice ist irre (im wahrsten Sinne des Wortes), Alice ist brutal, Alice ist ein kleines Mädchen und daher von Natur aus gemein. Lasst euch nicht von dem hübschen blauen Kleid, mit der niedlichen Totenkopfschleife täuschen. Alice ist der digitale Gegenbeweis für die Behauptung, dass Frauen die besseren Hälften sind. Alice muss das ohnehin irgendwie falsch verstanden haben, in der Regel zerteilt sie ihre Gegner in zwei Hälften. Das ist nicht nett und verbaut ihr möglicherweise alle Chancen zur nächsten Schulsprecherin gewählt zu werden?
Die Spielrealität
Alice ist euer zu steuernder Spielcharakter. Ihr steuert den kleinen Giftzwerg aus der Dritte-Person-Perspektive, ihr seht also meist die Rückseite der Spielfigur. Links und rechts werden dauerhaft zwei Glassäulen angezeigt. Eine ist mit roter für die Lebenskraft und eine mit blauer Flüssigkeit für den Manastand gefüllt.
Das Spiel ist im Prinzip ein reinrassiger 3D-Shooter mit starken Jump & Run-Einlagen. Gleich zu Beginn eines neuen Spiels bekommt man die übliche Einführung - von der Grinsekatze (allerdings hat das Vieh jetzt Reißzähne) - was Bewegungen und Energieaufnahme (als Meta-Essence bezeichnet) betrifft. Ein Schwert gibt's ebenfalls gratis. Ist man bewaffnet, erscheint zusätzlich ein leuchtender Punkt als Zielkreuz auf dem Monitor. Die Dritte-Person-Perspektive erlaubt es sich relativ frei in der Umgebung umschauen zu können. Man kann also auch über Abgründe hinaus sehen ohne herunter zu fallen.
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Feigheit vor dem Feind |
Von Anfang an merkt man dem Spiel an, dass hier nicht nur geballert werden soll. Alle Spielfiguren sind in irgendeiner Weise Teil der Geschichte und Opfer der Umstände. So laufen einige Gestalten (Half-Wits) mit einer leuchtenden Kugel, die auf dem Rücken befestigt und mit einem Vorhängeschloss gesichert ist, umher. Sie sind also praktisch versklavt. Derart niederträchtiges Gebaren ist der bösen Herzkönigin zuzuschreiben. Wie im richtigen Leben reichte ihr die Macht nicht die sie schon hatte und alle müssen nun ein Pokerface zu ihren neuen Spielregeln machen. Man könnte auch sagen, sie hat die Karten neu gemischt.
Das erste Mal
Das Spiel beginnt im "Village of the Doomed" einem Dorf von versklavten kleinwüchsigen Bewohnern. Beim Gang durch das Dorf erscheint immer wieder mal die Grinsekatze und erklärt was Sache ist. Auf Wunsch kann man sie auch per Taste (voreingestellt ist 'c') herbeirufen. Bei fast jeder Begegnung mit einem neuen Charakter wird ein englischsprachiger Gesprächsverlauf zwischen Alice und dem Charakter eingeblendet. Es ist nicht möglich in das Gespräch einzugreifen aber man kann es überspringen.
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